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Geschichte der Hypnose2018-09-20T16:25:08+00:00

Project Description

Historische Entwicklung der Hypnose

Hypnose wird seit mehreren Jahrtausenden erfolgreich eingesetzt. Eine aus dem 4. Jahrtausend vor Christus stammende Schrift zeigt, dass Hypnose bereits von den Priesterärzten im alten Sumer verwendet wurde. Weitere Überlieferungen finden sich in Tausende von Jahren alten griechischen, ägyptischen und indischen Schriften. Auch Schamanen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen verwenden hypnoseähnliche Techniken: Die von Schamanen für ihre Heilrituale verwendeten Trommelrhythmen versetzen den Kranken wie bei einer Hypnose in einen Trancezustand. In diesem Zustand ist das Unterbewusstsein zugänglicher für Heilung, aber auch für neue Informationen. Hier liegt der Schlüssel für tief greifende Verhaltensveränderungen.

Hypnose war lange Zeit fester Bestandteil priesterlicher und ärztlicher Praktiken. Lange war Hypnosetherapie (oder auch Hypnotherapie) neben der Kräuterkunde ein Mittel, mit dem auch christliche Mönche Kranke heilten. Paracelsus empfahl die Behandlung mit Hypnose und Heilsuggestionen ausdrücklich z. B. für die Behandlung von Nervenkrankheiten, und bis zur Einführung von Betäubungsmitteln wie Äther und Lachgas war Hypnose ein wichtiges Mittel für schmerzfreie chirurgische Eingriffe.

Die Wurzel für den teilweise schlechten Ruf der Hypnose führt zur Inquisition zurück. Die Inquisitoren betrachteten Hypnose ebenso wie das traditionelle Wissen der als „Hexen“ verbrannten Kräuterfrauen als „Werk des Teufels“.

In der Antike und im Mittelalter mag Hypnose tatsächlich wie Zauberei ausgesehen habe. Heute gibt es einfache wissenschaftliche Erklärungen für das, was sich während der Hypnose in unserem Gehirn abspielt. So haben z. B. Untersuchungen mit einem Hirnscanner (funktionelle Magnetresonanztomografie) gezeigt, dass während einer Hypnose das Gehirn in die Lage versetzt wird, sich selbst besser zu „beobachten“, da Außenreize abgeschaltet werden. Im Zustand der Trance sucht unser Gehirn auch quasi nach einer neuen, stabilen Ordnung, und seine normalerweise unbewusst ablaufende Selbstorganisation kann vom Hypnotiseur gezielt positiv beeinflusst werden.

Weitere Studien zeigen, dass unser „emotionales Bewertungssystem“ (die im limbischen System gespeicherten Erinnerungen) während einer Hypnose ebenfalls für Neubewertungen zugänglicher ist. Wie empfänglich unser Gehirn für positive Suggestion ist, lässt sich auch an einem anderen Beispiel zeigen: dem Placebo-Effekt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Placebos (Scheinarzneimitteln, die keine Arzneistoffe enthalten) in teilweise bis zu 80 oder 90 Prozent der Fälle zu deutlichen Verbesserungen von Symptomen oder Schmerzfreiheit führen könnten.

Bei der von David Woods entwickelten Form des Hypnose-Coaching werden Ihrem Unterbewusstsein die positiven Veränderungen nicht nur suggeriert; Sie erleben sie im Trance-Zustand so, als wäre sie bereits eingetreten. Für das Gehirn werden sie damit zur Realität. Hypnose ist also ein sehr zeitgemäßes Werkzeug für tief greifende Verhaltensveränderungen.